Rückblick auf den ESRS-Kurs mit Prof. Dr. rer. physiol. Thomas Penzel
Fünf intensive Tage voller Wissenstransfer und Praxisnähe: Der Vorbereitungskurs zur European Somnologist-Zertifizierung.
Etwa 55 internationale Teilnehmende folgten im Juli der Einladung von Löwenstein Medical, an einem fünftägigen Vorbereitungskurs mit unterschiedlichen Locations in Düsseldorf für die Zertifizierung zum European Somnologist teilzunehmen.
Die Zertifizierung zum European Somnologist gewinnt insbesondere für (schlaf-)medizinische Zielgruppen außerhalb Deutschlands zunehmend an Bedeutung. Der international anerkannte Abschluss hebt die Standards der Schlafmedizin an und hilft Patient:innen, zuverlässige, qualifizierte Schlafspezialist:innen in ganz Europa zu finden. Die international anerkannte Zertifizierung ist ein akkreditierter Nachweis für Fachkenntnisse in der Schlafmedizin.
Entsprechend groß war das Interesse der Teilnehmenden und der Kongress von einer intensiven Lernatmosphäre geprägt. An allen Tagen erwartete das Fachpublikum ein Programm mit Vorträgen von namhaften Fachreferent:innen aus der Schlafmedizin. Die Ausbildung und die Prüfungsvorbereitung in Verbindung mit einem intensiven Austausch, Diskussion und Networking standen im Fokus dieser Veranstaltung.

Unser Ziel ist es, dass Patient:innen in jedem europäischen Schlaflabor auf denselben hohen Wissens- und Kompetenzstandard treffen – unabhängig davon, ob sie sich in Deutschland, Spanien oder einem anderen Land befinden.
Prof. Dr. rer. physiol. Thomas Penzel
Im Interview mit Professor Dr. rer. physiol. Thomas Penzel
Was macht die ESRS-Zertifizierung zum European Somnologist aus Ihrer Sicht so besonders?
Die ESRS-Zertifizierung zum European Somnologist ist international anerkannt. Zwar liegt der Fokus auf Europa, doch die Zertifizierung ist keineswegs exklusiv – sie ist auch ein Angebot für Interessierte aus anderen Ländern, die bislang keine eigene Zertifizierung im Bereich der Schlafmedizin etabliert haben. Die aktuellen Teilnehmenden aus Asien haben sich bewusst für die europäische Zertifizierung entschieden. Das freut mich sehr, denn es zeigt, dass Europa hier als Referenz wahrgenommen wird.
Ein besonderer Vorteil der ESRS-Zertifizierung ist ihre Interdisziplinarität. Im Gegensatz zur globalen Zertifizierung richtet sie sich nicht nur an Mediziner:innen, sondern auch an Schlafpsycholog:innen, Naturwissenschaftler:innen und andere Berufsgruppen, die in der Schlafmedizin tätig sind. Diese Offenheit und Vielfalt finde ich besonders wertvoll – sie macht die ESRS-Zertifizierung zu einem starken und inklusiven Qualitätsstandard in der Schlafmedizin.
Wer ist die Zielgruppe für diese Zertifizierung/Weiterbildung?
Die Zertifizierung richtet sich in erster Linie an Ärzt:innen, insbesondere jene, die ein Schlaflabor leiten oder darin tätig sind. Darüber hinaus zählen auch Psycholog:innen zur Zielgruppe, da einige Schlaflabore – insbesondere in den Bereichen Neurologie und Psychiatrie – von ihnen geführt werden.
Eine weitere, wenn auch kleinere Zielgruppe, sind Wissenschaftler:innen, die ihre fachliche Qualifikation im Bereich der Schlafmedizin durch eine Zertifizierung nachweisen möchten.
Besonders hervorzuheben ist, dass im Rahmen der europäischen Zertifizierung auch medizinisch-technische Assistent:innen (MTAs) sowie weitere Fachkräfte berücksichtigt werden, die professionell im Schlaflabor arbeiten. Dazu zählen beispielsweise Pflegekräfte mit Bachelorabschluss im Bereich Nursing sowie Schwestern und Pfleger, die eine spezialisierte Rolle im Schlaflabor einnehmen.

Wie hat sich die Wahrnehmung dieser Zertifizierung in den letzten Jahren unter Fachkolleg:innen verändert?
Inzwischen haben über 1.000 Fachleute das Zertifikat erworben – ein klarer Beleg für seinen Erfolg. Ich beobachte, dass das Zertifikat zunehmend an Bekanntheit gewinnt und auch international immer mehr Anerkennung findet. In einigen europäischen Ländern ist es sogar das einzige Zertifikat, das zur Ausübung der Tätigkeit als Somnolog:in berechtigt. Während es in Deutschland zusätzlich noch ein nationales Zertifikat gibt, verlassen sich beispielsweise die Benelux-Staaten und skandinavischen Länder ausschließlich auf das ESRS-Zertifikat. Das unterstreicht seine wachsende Bedeutung und den hohen Stellenwert, den es mittlerweile genießt.
Welche Rolle spielt die Zertifizierung bei der Internationalisierung der Schlafmedizin?
Ein zentraler Aspekt der Internationalisierung in der Schlafmedizin ist für mich die Etablierung eines möglichst einheitlichen Kenntnisstandes. Deshalb engagiere ich mich nicht nur in der deutschen Zertifizierung, sondern auch auf europäischer Ebene sowie international in der World Sleep Society. Mein Ziel ist es, dass Zertifikate weltweit äquivalent sind, gegenseitig anerkannt werden und somit einen einheitlichen internationalen Qualitätsstandard in der Schlafmedizin schaffen. Nur so kann eine verlässliche und vergleichbare Versorgung über Ländergrenzen hinweg gewährleistet werden.
Wie trägt die Zertifizierung konkret zur Verbesserung der Patientenversorgung bei?
Ich bin überzeugt davon, dass die Zertifizierung einen echten Mehrwert für die Patientenversorgung bietet. Die Schlafmedizin ist ein interdisziplinäres Fachgebiet – sie umfasst unter anderem die HNO-Heilkunde, in der beispielsweise Schlafapnoe behandelt wird, ebenso wie die Psychologie, die sich mit Insomnien beschäftigt. Häufig bleiben Fachleute innerhalb ihrer jeweiligen Disziplin. Die Zertifizierung hingegen fordert, dass man die gesamte Bandbreite der Schlafmedizin versteht – also nicht nur einzelne Teilbereiche wie Insomnie, Schlafapnoe oder Bewegungsstörungen.
Das bedeutet: Wer Somnologe werden möchte, muss sich auch mit angrenzenden Fachgebieten auseinandersetzen. Diese Erweiterung des eigenen Kenntnisstandes über die Grenzen des eigenen Fachs hinaus ist ein zentraler Bestandteil der Zertifizierung – und sie kommt letztlich den Patient:innen zugute.
Gibt es ein Beispiel aus Ihrer Praxis, bei dem die standardisierte Ausbildung einen entscheidenden Unterschied gemacht hat?
Ja, ein sehr prägnantes Beispiel stammt aus der Anfangszeit der Schlafmedizin. Damals war das Wissen über verschiedene Schlafstörungen noch begrenzt. Ein typischer Fall betrifft die Unterscheidung zwischen Schlafapnoe und Narkolepsie – zwei Erkrankungen, die sich in ihrer Symptomatik ähneln, aber völlig unterschiedliche Ursachen und Behandlungsansätze haben.
In einem konkreten Fall wurde ein Patient mit Narkolepsie fälschlicherweise als Schlafapnoiker diagnostiziert und erhielt ein CPAP-Gerät zur Behandlung. Das war ein klarer Behandlungsfehler, denn CPAP ist bei Narkolepsie nicht wirksam und kann sogar kontraproduktiv sein.
Hier zeigt sich, wie wichtig eine zertifizierte und standardisierte Ausbildung in der Schlafmedizin ist. Sie sorgt dafür, dass Ärzt:innen auch seltene Krankheitsbilder wie Narkolepsie erkennen und korrekt behandeln können. So lassen sich Fehlbehandlungen vermeiden und die Patientensicherheit deutlich erhöhen.

Die Präsentation wird von Alexander Hubert moderiert und von Dr. med. Martina Neddermann fachlich begleitet.
Wie wichtig ist kontinuierliche Weiterbildung in der Schlafmedizin – und wie unterstützt die ESRS dies?
Kontinuierliche Weiterbildung ist in der Schlafmedizin von zentraler Bedeutung – insbesondere für Fachärzt:innen, die bereits als Somnolog:innen tätig sind und ein Schlaflabor betreuen. Auch nach erfolgreicher Zertifizierung bleibt es essenziell, sich regelmäßig mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Entwicklungen auseinanderzusetzen.
Die European Sleep Research Society (ESRS) bietet wertvolle Unterstützung. Sie ermöglicht den Blick über den nationalen Tellerrand hinaus und stellt hochwertige Fortbildungsangebote bereit, die den aktuellen Stand der Forschung widerspiegeln.
Ein besonderer Vorteil ist ihre enge Verbindung zur Grundlagenforschung – etwa in der Tierforschung oder theoretischen Schlafwissenschaft. Dadurch werden auf ESRS-Kongressen regelmäßig neue, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vorgestellt.
Zudem veröffentlicht die ESRS das „Journal of Sleep Research“, das viermal jährlich erscheint und aktuelle Forschungsergebnisse publiziert.
Darüber hinaus bietet die ESRS verschiedene Kurse und Schulungsformate an. Diese Formate ermöglichen eine gezielte Weiterbildung in spezifischen Bereichen der Schlafmedizin, wie z. B. der Kinderschlafmedizin, neuen Therapieansätzen bei Insomnie oder dem Einsatz digitaler Anwendungen zur Unterstützung der Schlafapnoe-Therapie.
Welche aktuellen Forschungsthemen oder Innovationen in der Schlafmedizin finden Sie besonders spannend?
Die Schlafmedizin entwickelt sich derzeit rasant weiter, und es gibt einige besonders spannende Entwicklungen. Ein zentrales Forschungsthema ist aktuell die Frage, welche Funktionen Schlaf über die reine Erholung hinaus erfüllt. Neben der Regeneration und Gedächtnisbildung wird intensiv untersucht, ob Schlaf auch eine reinigende Wirkung auf das Gehirn hat. Dabei steht das sogenannte glymphatische System im Fokus – ein Mechanismus, der während des Schlafs möglicherweise schädliche Stoffe wie Beta-Amyloide aus dem Gehirn entfernt. Diese Substanzen stehen im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz. Die Hypothese: Ein qualitativ hochwertiger Schlaf könnte präventiv gegen Demenz wirken. Das Thema ist wissenschaftlich hochaktuell und wird intensiv diskutiert.
Ein weiterer spannender Bereich sind technische Innovationen wie Wearables. Moderne Geräte, etwa die neuesten Apple Watches, erfassen inzwischen nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Schlafqualität. Diese Daten liefern wertvolle Einblicke und eröffnen neue Möglichkeiten für die individuelle Schlafanalyse.
Und schließlich hält auch die künstliche Intelligenz Einzug in die Schlafmedizin. KI wird eingesetzt, um Schlafdaten effizient auszuwerten und mit Informationen aus elektronischen Patientenakten zu verknüpfen. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Schlafverhalten und anderen Erkrankungen besser erkennen – ein vielversprechender Ansatz für die personalisierte Medizin.
Wie profitieren Patient:innen in Europa von der grenzüberschreitenden Anerkennung der Zertifizierung?
Die Zertifizierung zum ESRS Somnologist ist europaweit anerkannt und schafft damit eine einheitliche Qualitätsgrundlage für die schlafmedizinische Versorgung. Unser Ziel ist es, dass Patient:innen in jedem europäischen Schlaflabor auf denselben hohen Wissens- und Kompetenzstandard treffen – unabhängig davon, ob sie sich in Deutschland, Spanien oder einem anderen Land befinden. Wenn beispielsweise ein deutscher Patient auf Mallorca ein Schlaflabor aufsucht, kann er sich darauf verlassen, dass ein europäisch zertifizierter Somnologe nach denselben Standards ausgebildet und geprüft wurde wie in Deutschland. Diese Harmonisierung stärkt das Vertrauen in die grenzüberschreitende Versorgung und verbessert die Behandlungsqualität europaweit.
Welche Unterschiede sehen Sie in der Schlafmedizin zwischen verschiedenen Ländern – und wie hilft die ESRS, diese zu überbrücken?
Die Unterschiede sind tatsächlich erheblich. In Mitteleuropa – insbesondere in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Benelux-Staaten und Skandinavien – ist die Schlafmedizin gut etabliert. Sie wird dort als medizinisches Fachgebiet anerkannt und die Leistungen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.
Ganz anders sieht es in vielen süd- und osteuropäischen Ländern aus. Dort fristet die Schlafmedizin oft noch ein Schattendasein. Sie wird kaum von den Gesundheitssystemen unterstützt und ist häufig nur als Privatleistung verfügbar. Selbst in Großbritannien ist die Situation schwierig – auch dort ist Schlafmedizin überwiegend privat finanziert.
Die Unterschiede betreffen sowohl die Vergütung als auch die fachliche Anerkennung. In einigen Ländern wird der medizinische Nutzen von Schlafmedizin noch stark unterschätzt. Ein Beispiel ist Portugal: Dort steckt das Fachgebiet noch in den Kinderschuhen, und es fehlt vielerorts an interdisziplinärer Anerkennung.
Hier setzt die ESRS an: Sie schafft eine Plattform für Austausch, Weiterbildung und Harmonisierung. Durch internationale Standards, Zertifizierungen und wissenschaftliche Zusammenarbeit trägt sie dazu bei, die Schlafmedizin europaweit zu stärken und bestehende Lücken zu schließen.
Was hat Sie persönlich dazu motiviert, sich in der ESRS zu engagieren?
Ich beschäftige mich schon seit Langem mit der Schlafmedizin – einer Disziplin, die mich besonders fasziniert, weil sie interdisziplinär ist und sich ständig weiterentwickelt. Es ist ein vergleichsweise junges Fach, in dem viel Neues passiert. Mein Engagement in der ESRS geht jedoch über meine eigene Forschung und persönliche Interessen hinaus.
Warum engagiere ich mich in der Fachgesellschaft? Schlafmedizin ist ein kleines Fachgebiet, und der Austausch innerhalb Deutschlands ist oft begrenzt – gerade bei sehr spezifischen Themen wie der Validierung von Smartwatches oder der Forschung zum glymphatischen System. In der ESRS hingegen finde ich eine europäische Plattform mit einer deutlich größeren Community.
Für mich bedeutet die ESRS: Zugang zu einem breiten Netzwerk, intensiver Wissensaustausch und die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen. Dieses internationale Miteinander ist für meine Arbeit und meine persönliche Weiterentwicklung von großer Bedeutung.
Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Löwenstein Medical für die Weiterentwicklung der Schlafmedizin?
Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Löwenstein Medical ist für die Weiterentwicklung der Schlafmedizin von zentraler Bedeutung. Ich bin seit vielen Jahren in diesem Bereich tätig und sehe immer wieder, wie wichtig der Austausch mit der Industrie ist. Wir als Ärzt:innen sowie Schlafforscher:innen leisten die Versorgung und bringen Impulse aus der Praxis ein – aber wir entwickeln keine Geräte, weder für die Diagnostik noch für die Therapie. Genau hier kommt Löwenstein Medical ins Spiel: Sie setzen unsere Anregungen technisch um und treiben Innovationen voran. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Wissensvermittlung – etwa durch Fortbildungen oder internationale Aktivitäten. Während wir meist an Institutionen mit begrenztem regionalem Einzugsgebiet arbeiten, können Unternehmen wie Löwenstein Wissen überregional und sogar weltweit verbreiten. Diese Synergie ist essenziell für den Fortschritt in der Schlafmedizin.
Welche technologischen Entwicklungen sehen Sie als besonders vielversprechend für die Zukunft der Diagnostik und Therapie?
Ich freue mich sehr, beim Weltschlafkongress in Singapur einen der acht Keynote-Vorträge halten zu dürfen. Mein Thema: die Zukunft der Diagnostik und Therapie in der Schlafmedizin. Aus meiner Sicht gibt es mehrere technologische Entwicklungen, die enormes Potenzial bergen:
- Künstliche Intelligenz (KI) KI ist für mich der vielversprechendste Treiber zukünftiger Innovationen. In der Schlafmedizin stehen wir vor einem Paradox: Wir wissen noch relativ wenig über den Schlaf, obwohl wir bereits sehr viele Daten erfassen – von Blutwerten über EEG-Signale bis hin zu Schlafdauer und -tiefe. Doch ein Großteil dieser Daten bleibt bislang ungenutzt. KI kann helfen, diese Datenmengen intelligent zu analysieren und Muster zu erkennen, die uns neue Erkenntnisse über Schlafprozesse liefern.
- Digitalisierung und Datenintegration Die Digitalisierung ermöglicht es uns, Schlafdaten nicht nur lokal, sondern über Cloud-Systeme auch standortübergreifend zu sammeln und auszuwerten. So entsteht ein Datenschatz, der über einzelne Schlaflabore hinausgeht und neue Forschungsansätze erlaubt. Die Zukunft liegt in der vernetzten Analyse – über Institutionen hinweg.
- Ambulantisierung der Schlafmedizin Die klassische Polysomnografie wird zunehmend durch ambulante Verfahren ersetzt. Das stellt neue Anforderungen an die Datenerhebung und -auswertung, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten – insbesondere im Zusammenspiel mit KI und mobilen Sensoren.
- Innovative Sensortechnologien Sensorik wird eine Schlüsselrolle spielen. Ein Beispiel: Die Körperkerntemperatur ist ein zentraler physiologischer Parameter im Schlaf, doch bislang fehlt eine praktikable Methode zur kontinuierlichen Messung. Neue Ansätze, etwa mit Infrarotkameras, könnten hier Abhilfe schaffen.
Auch andere Sensorideen sind spannend:
Ambulante CO₂-Messung: Noch nicht verfügbar, aber hochinteressant für die Schlafdiagnostik.
Kontaktloses Heim-EEG: Eine Vision, die Realität werden könnte – etwa zur Früherkennung von Sekundenschlaf am Steuer.
Frühwarnsysteme für Autofahrer: Hier wird bereits intensiv geforscht, etwa am Fraunhofer-Institut. Die Kombination aus Sensorik und KI kann Leben retten.
Ich komme ursprünglich aus der Physik und denke daher oft technisch und systemisch. Für mich steht der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt – und ich frage mich: Wie können wir mit Technologie konkrete Probleme im Praxisalltag lösen? Deshalb arbeite ich eng mit Informatiker:innen zusammen und bringe mich aktiv in die klinische Arbeit ein, statt nur auf Lösungen zu warten.
Lieber Herr Prof. Dr. rer. physiol. Penzel, vielen herzlichen Dank für das Interview.
