Verlässliche Technik für die Neonatologie – LEONI 4 im Einsatz AUF DER BULT.
Im Interview mit Prof. Dr. med. Florian Guthmann
Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Neonatologie habe ich in der Charité gelernt, wo ich mich mit speziellen Forschungsfragen zum Surfactant auch habilitiert habe. Seit 2012 bin ich Chefarzt im Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT. Hier leite ich die Abteilung Neonatologie im Perinatalzentrum Hannover. Unser größtes Projekt war der Bau eines Mutter-Kind-Zentrums mit unserem Partner DIAKOVERE, welches nun im Oktober in Betrieb gegangen ist. Unsere neue Neonatal Intensive Care Unit (NICU) verfügt über 18 voll ausgestattete Plätze, für die wir neue Beatmungsgeräte kaufen durften.

Prof. Dr. med. Florian Guthmann, MME, Chefarzt, Allgemeine Kinderheilkunde Neonatologie, AUF DER BULT, Kinder- und Jugendkrankenhaus Hannover
Erläutern Sie unseren Leserinnen und Lesern, mit welchen Produkten von Löwenstein Medical Sie arbeiten und seit wann?
Mit der Leoni bin ich seit Ende der Nuller-Jahre vertraut. Im Kinder- und Jugendkrankenhaus haben wir zusätzlich Erfahrungen mit anderen Beatmungsgeräten gesammelt. Nach Erhalt der Förderzusage für neue Beatmungsgeräte haben wir uns intensiv mit Probestellungen nahezu aller auf dem Markt befindlichen Geräte beschäftigt. Daraus ist ein Heft mit Pflicht und Kür für das Wunschgerät entstanden. Am Ende hat die Leoni plus mit der Option des Wechsels auf LEONI 4 das Rennen gemacht.
Was gefällt Ihnen als Anwender besonders an den Produkten von Löwenstein?
Bei der Auswahl wurden verschiedene Ausschlusskriterien festgelegt, über die das neue Beatmungsgerät verfügen muss: Closed Loop O2, SIPAP, NIPPVsync und CPAPsync. In der Spalte „Kür“ wünschte sich das Team ein modernes Design mit Touchscreen und eine nicht-invasive Triggerung.
LEONI 4 ist doppelt neu: Jeder Gerätewechsel stellt das Team vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig ist LEONI 4 als frisch eingeführtes Produkt für alle Beteiligten Neuland. Umso wichtiger ist ein kompetenter, schnell erreichbarer Ansprechpartner beim Hersteller – und den gibt es.
- Prof. Dr. med. Florian Guthmann

LEONI 4 - kurz zusammengefasst:
- Zukunftsweisende Technologie
- Innovatives und intuitives Bedienkonzept
- Bedarfsgerechte Konfigurierbarkeit auf hohem Niveau
- Besonderes Augenmerk auf Komfort und Sicherheit
Was ist Ihnen noch besonders wichtig, was über das reine Produkt hinausgeht?
Die LEONI 4 ist in zweierlei Hinsicht neu: Bei jedem Gerätewechsel ist das Team gefordert und zusätzlich ist die LEONI 4, frisch auf dem Markt, für alle neu. Dafür braucht es, von der Schulung der Mitarbeitenden über das Kick-off bis zu allfälligen Fragen im Routinebetrieb oder bei potenziellen Störungen, einen kompetenten und schnell verfügbaren Ansprechpartner beim Hersteller. Den gibt es.
Gab es spezifische Herausforderungen bei der Implementierung der Löwenstein Produkte in Ihrer Klinik?
Wir sind dem papierlosen Krankenhaus sehr nahegekommen. Die Geräte am Patientenbett müssen deshalb umfangreich mit unserem Krankenhausinformationssystem (KIS) kommunizieren können. Sämtliche Daten, die die LEONI 4 senden kann, laufen in unser KIS und können, wenn gewünscht, in der elektronischen Akte dargestellt werden. Dafür haben Spezialisten aus drei Bereichen, Löwenstein Medical, dem Anbieter unseres KIS und die Mitarbeitenden aus unserem Haus, einiges tun müssen. Mit Erfolg.
Was macht die Neonatologie so besonders im klinischen Umfeld und warum passt aus Ihrer Sicht da Löwenstein so gut mit seinen Lösungen hinein?
Wir behandeln Neugeborene, die manchmal weniger als 400 g und manchmal über 5.000 g wiegen. Allein in der Neonatologie gehen wir also mit mehr als einer Zehnerpotenz Gewichtsunterschied um. Zusätzlich ist die respiratorische Therapie, um ein Beispiel herauszugreifen, immer heterogener geworden: Neben den klassischen, invasiven Beatmungsmodi und HFO hat die nicht-invasive Beatmung erheblich an Bedeutung gewonnen. Was früher nur Teil des Weanings war, hat sich heute bei der Erstversorgung extrem untergewichtiger Babys bewährt. Diese verschiedenen Fähigkeiten müssen alle in einem Beatmungsgerät vereint sein.
Würden Sie Löwenstein anderen Kliniken weiterempfehlen?
Solche langfristigen Entscheidungen muss jede Abteilung natürlich selbst gründlich abwägen. Wir haben bekommen, was wir erhofft hatten, und sind damit sehr zufrieden.
Bitte ergänzen Sie den Satz „Mein erster Gedanke, wenn ich Löwenstein Medical höre, ist …
… Familienbetrieb und kurze Wege.“
Herr Prof. Dr. med. Guthmann, vielen herzlichen Dank für das Interview.
