Portrait Arno Zillig Sleep apnea therapy patient

„Alles im grünen Bereich“ – 37 Jahre mit CPAP.

Ein Erfahrungsbericht des Schlafapnoe-Patienten Arno Zillig.

Arno Zillig ist seit 1988 CPAP-Patient bei Löwenstein Medical. Er lebt schon seit fast vier Jahrzehnten mit der Diagnose Schlafapnoe und kann auf ein aktives und erfülltes Arbeits- und Privatleben zurückblicken. 

Wir haben Herrn Zillig in seinem Zuhause in Bensheim, der größten Stadt des Kreises Bergstraße, eingebettet zwischen Odenwald und Hessisches Ried, besucht. Dort sprachen wir mit ihm über guten Schlaf, Schlafapnoe, seine Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen zu Schlafatemtherapie und die lange Treue zu Löwenstein. Aktuell verwendet Herr Zillig die Schlafatemmaske Joyce und ein weißes prisma Gerät.

Herr Zillig ist eine vielfach interessierte, gebildete, freundliche und aufgeschlossene Persönlichkeit. Er feierte im Juli 2025 seinen 88. Geburtstag. Sein fundiertes Wissen in Bezug auf Schlafatemtherapie gibt er engagiert in Vorträgen an Selbsthilfegruppen mit insgesamt 1200 Mitgliedern weiter. Darüber hinaus ist Arno Zillig politisch aktiv auf Kreis- und Landesebene sowie in der Wirtschaftsvereinigung Bensheim.

Gebürtig aus Zwingenberg an der Bergstraße, absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann sowie zum Betoningenieur als Techniker. Über viele Jahre war er als Geschäftsführer für das Unternehmen Dyckerhoff & Heidelberger Zement tätig, wo er maßgeblich an zahlreichen großen Bauprojekten, wie Brücken und Hochbauten, beteiligt war. 

Während seiner Berufstätigkeit waren mit diesem Job lange Autofahrtzeiten verbunden, um die sieben Werke in seiner Verantwortung, zu betreuen. 

Privat war Herr Zillig mit Ursula, einer aus Heidelberg stammenden Frau verheiratet, die bereits vor sechs Jahren verstorben ist. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Ralf, Dagmar und Bettina hervor.

Die Schlafatemtherapie gab mir meine Lebensenergie zurück, um den beruflichen Alltag und das Familienleben zu bewältigen.

-  Arno Zillig

Ein Interview mit Arno Zillig.

Was bedeutet guter Schlaf für Ihre Lebensqualität?

Ein geregelter Tagesablauf ist für mich von hoher Bedeutung. Nach einem bis zu 16-stündigen Arbeitstag legte ich besonderen Wert auf einen erholsamen Schlaf, um am nächsten Morgen ausgeruht und leistungsfähig in den Tag zu starten. Ein funktionierender Wechsel zwischen Arbeit, Ruhe und Regeneration ist für mich eine grundlegende Voraussetzung für mein körperliches Wohlbefinden und meine berufliche Belastbarkeit.

Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie mit der CPAP-Therapie begonnen haben?

Am 6. April 1989 erhielt ich nach der Diagnose schwerer Schlafapnoe die Verordnung für mein erstes CPAP-Gerät. Die Therapie führte zu einer signifikanten Verbesserung meiner Lebensqualität: Ich konnte erstmals wieder durchgehend schlafen, ohne nächtliche Atemaussetzer. Die Geräte waren damals sehr groß, laut und im Tragekomfort stark eingeschränkt – vergleichbar mit einem Staubsauger. Das Material der Maske war – im Vergleich zu heute – sehr hart. Aus Rücksicht auf meine Ehefrau schliefen wir in getrennten Schlafzimmern. Für mich war das Tragen der Maske trotz aller Unannehmlichkeiten alternativlos, da ich andernfalls nicht arbeitsfähig gewesen wäre. Vor Beginn der Therapie war mein Zustand so kritisch, dass ich regelmäßig während Autofahrten rechts anhalten musste, um kurze Ruhepausen einzulegen. Erst durch die CPAP-Behandlung war es mir möglich, wieder meinem Beruf als Betoningenieur in vollem Umfang nachzugehen. Innerhalb von neun Monaten konnte ich meine Tätigkeit mit bis zu 16 Arbeitsstunden täglich wieder aufnehmen, so, wie ich das gewohnt war. Zu diesem Zeitpunkt war ich 51 Jahre alt. 

Die Schlafatemtherapie gab mir meine Lebensenergie zurück, um den beruflichen Alltag und das Familienleben zu bewältigen.

Was waren die größten Herausforderungen beim Einstieg in die Therapie?

Ich befand mich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer gesundheitlichen Lage, in der ich mir selbst nicht mehr helfen konnte. Weder mein Hausarzt noch die von mir konsultierten Fachärzte waren mit dem Krankheitsbild der Schlafapnoe vertraut, was die Suche nach einer geeigneten Behandlung erheblich erschwerte. Erst mit dem medizinischen Fortschritt und der zunehmenden Etablierung schlafmedizinischer Forschung in Deutschland – insbesondere durch die Klinik in Marburg – ergaben sich neue Perspektiven für mich. 

In diesem Zusammenhang traf ich auf Dr. med. Ulrich Brandenburg (Medical Director Diagnostics & Homecare), der mir erstmals fundierte Informationen und weiterführende Unterstützung im Umgang mit meiner Erkrankung bieten konnte. Dieser Kontakt stellte einen entscheidenden Wendepunkt in meiner medizinischen Versorgung dar und trug wesentlich zur Stabilisierung meines Gesundheitszustands bei.

Wie haben Sie sich an das Gerät gewöhnt? Gab es einen Moment, in dem Sie dachten „Jetzt funktioniert es wirklich“?

Für mich gab es keine klassische Eingewöhnungsphase in die CPAP-Therapie. Aufgrund der Schwere meiner Schlafapnoe und der damit verbundenen Einschränkungen im Alltag griff ich unmittelbar zur angebotenen Lösung. Das Gerät setzte ich ohne Zögern ein – nicht als Option, sondern als notwendige Maßnahme zur Bekämpfung meiner Erkrankung. Die sofortige Anwendung führte zu einer spürbaren Verbesserung meines Schlafs und meiner allgemeinen Belastbarkeit.

Sie haben viele Entwicklungen in der Medizintechnik miterlebt – was hat Sie an der CPAP-Technologie besonders beeindruckt? 

Seit Beginn meiner Therapie verfolge ich die kontinuierliche Weiterentwicklung der CPAP-Technologie mit großem Interesse. Besonders beeindruckt bin ich von den Fortschritten in der Geräteausstattung und Funktionalität. Während die frühen Modelle lediglich eine feste Druckstufe aufwiesen, die nur durch autorisiertes Personal mithilfe eines speziellen Schlüssels angepasst werden konnte, bieten moderne Geräte deutlich mehr Flexibilität. 

Das aktuell von mir genutzte weiße Modell prisma erlaubt eine variable Einstellung des Therapiedrucks im Bereich von 1 bis 14 mbar. Diese Anpassbarkeit ermöglicht einen fließenden, individuell abgestimmten Luftdruck, der sich besser an meine nächtlichen Atembedürfnisse anpasst und den Komfort erheblich steigert. Die technische Entwicklung hat somit nicht nur die Wirksamkeit der Therapie verbessert, sondern auch meine Lebensqualität deutlich erhöht. 

Was wünschen Sie sich als Patient von zukünftigen Geräten – Komfort, Design, Funktion? 

Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Stand der CPAP-Technologie. Meiner Meinung nach sind die Geräte vollständig ausgestattet, angenehm im Gebrauch und technisch ausgereift. Ich empfinde sie sogar als „wunderschön anzusehen“ und schätze besonders die geringe Lautstärke sowie die hohe Benutzerfreundlichkeit. Für mich gibt es derzeit nichts Besseres. Verbesserungen sind allenfalls im Detail möglich. 

Auch mit den verschiedenen Masken und Befeuchtern, darunter JOYCE und LENA, bin ich sehr zufrieden. 

 joyceone mask patient interface nasal right

JOYCEone - auf einen Blick:

  • Nasal-Maske mit Stirnstütze
  • Atemmaske in einer Größe, die nahezu immer passt
  • Zuverlässigen und absolut dichten Sitz
JOYCEone entdecken
 lena mask patient interface fullface right

LENA - auf einen Blick:

  • Entwickelt für die Beatmung
  • Speziell für hohe Drücke und große Druckunterschiede zwischen In- und Exspiration
  • Leises, diffuses Ausatemsystem
LENA entdecken

Gibt es bestimmte Funktionen oder Innovationen, die Sie besonders schätzen? 

Ich hebe besonders die technologisch verbesserten CPAP-Masken hervor, die sich angenehm an meine Nase anpassen und aus weichem Material bestehen. Sie bieten einen hohen Tragekomfort und sind sehr gut verarbeitet. Nach meiner Erfahrung halten die Masken etwa ein Jahr – und sehen selbst nach dieser Zeit noch neuwertig aus. Für mich ist das ein deutliches Zeichen für die hohe Qualität und Langlebigkeit der aktuellen Produkte. 

Gibt es eine persönliche Geschichte oder einen besonderen Moment, den Sie mit Ihrer Therapie verbinden? 

Ein entscheidender Wendepunkt für mich war damals eine zufällige Begegnung: Ein Mann aus Lampertheim erzählte mir, dass er dringend eine CPAP-Maschine benötige – und wir erhielten das Gerät zur gleichen Zeit. Für mich war das ein wichtiger Impuls, die Therapie ernsthaft zu beginnen. Auch die erste Begegnung mit Hr. Dr. med. Brandenburg war für mich damals wegweisend. 

Ohne die CPAP-Therapie hätte ich meinen Beruf aufgeben müssen. Die Behandlung war für mich nicht nur medizinisch notwendig, sondern auch entscheidend für meine berufliche und persönliche Lebensqualität. 

Herr Zillig, vielen herzlichen Dank für das Interview!