transporter outgoing oxygen gas cloud

Alle Sauerstoff-Therapieformen aus einer Hand.

Langzeit-Sauerstofftherapie.

Eine Langzeit-Sauerstofftherapie kann unterschiedlich aussehen, je nach der Krankheitsgeschichte des Patienten. Die Art der Therapie wird durch den behandelnden Arzt festgelegt, um Lebensqualität zu verbessern und Gesundheit zu stabilisieren.

Wird von ärztlicher Seite zu einer Langzeit-Sauerstofftherapie geraten, folgt unmittelbar darauf von Erkrankten ein Ausdruck großer Sorge und Ungewissheit. Diese Situation stellt das Leben von Patientinnen und Patienten gedanklich auf den Kopf. Betroffene stellen sich in diesem Moment viele grundsätzliche Fragen, wie: „Ist meine Lebensqualität nun massiv eingeschränkt?“, „Wie kann ich weiterhin meinen Beruf ausüben?“ oder „Kann ich meine Kinder und Enkelkinder noch besuchen?“ bzw. „Kann ich verreisen?“. Bei einer Sauerstofftherapie gibt es verschiedene Formen. Im Folgenden werden die Sauerstoff-Therapieformen und unterschiedlichen Sauerstoffsysteme näher erläutert.

Langzeit-Sauerstofftherapie aufgrund unterschiedlicher Grunderkrankungen.

Die Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT = long-term oxygen Therapie) wird bei chronisch hypoxämischen Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Grunderkrankungen eingesetzt. Hierbei wird eine Mindestsauerstoffapplikation von ≥ 15 Stunden pro Tag empfohlen. Die Sauerstoff-Langzeittherapie dient der Verbesserung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sowie der Vermeidung der Letalität und Morbidität bei Erkrankten mit unterschiedlichen pulmonalen Erkrankungen.

Verordnung einer Langzeit-Sauerstofftherapie.

Die Verordnung einer Langzeit-Sauerstofftherapie setzt in der Regel eine Blutgasanalyse, die in einer Klinik oder pneumologischen Praxis durchgeführt wird, voraus. Hier wird die chronische Hypoxämie (PaO2) in Ruhe und Belastung festgehalten. Als Belastungstest wird oftmals der sog. „6-Minuten-Gehtest“1(!) durchgeführt. Auch die Sauerstoffflussrate (Flow), d. h. die Zufuhrmenge von Sauerstoff in Litern pro Minute sowie das geeignete mobile Sauerstoffsystem (demandfähig/nicht demandfähig) bestimmen die Indikationen für eine LTOT. Die folgende Abbildung zeigt den Algorithmus zur Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT)2.

Krankheitsbilder, die eine Versorgung mit Sauerstoff erfordern.

Krankheitsbilder, die unter anderem mit Sauerstoff behandelt werden, sind COPD, interstitielle Lungenerkrankungen, zystische Fibrose, neuromuskuläre Thoraxwand-Erkrankungen, chronische Herzinsuffizienz, Clusterkopfschmerz und palliative Patientinnen und Patienten.

    Unterschiedliche Sauerstoffsysteme für alle Anforderungen.

    Auf dem Sauerstoffsektor gibt es unterschiedliche Sauerstoffsysteme:

    • Stationäre Sauerstoffkonzentratoren
    • Mobile, akkubetriebene Sauerstoffkonzentratoren
    • Flüssigsauerstoff als mobile und stationäre Sauerstoffquelle
    • Sauerstoff-Druckgasflaschen

    Stationärer Sauerstoffkonzentrator.

    Ein stationärer Sauerstoffkonzentrator mit einem Gewicht von ca. 15 kg, welcher an den Strom angeschlossen wird, absorbiert die Raumluft, filtert und trennt sie durch Molekularsiebsäulen in Stickstoff und Sauerstoff. Dabei beträgt die Sauerstoffkonzentration, je nach Sauerstoffflussrate (Flow) Liter/Minute, die an die Patientin bzw. den Patienten abgegeben wird, 87 % bis 96 %. Üblicherweise wird an den Sauerstoffkonzentrator ein Verlängerungsschlauch von bis zu 15 Metern angeschlossen. Diese Art der Versorgung schränkt Erkrankte auf das häusliche Umfeld ein. Mobile Patientinnen und Patienten benötigen zusätzlich eine mobile Sauerstoffquelle.

    Mobiler, akkubetriebener Sauerstoffkonzentrator.

    Die Sauerstoffversorgung von mobilen Patientinnen und Patienten kann in Form von mobilen Sauerstoffkonzentratoren erfolgen. Hier unterscheiden sich die Geräte nach transportablen Geräten mit ca. 8,6 kg Gewicht sowie tragbaren Geräten mit einem Gewicht von 2,2 kg bis 4,5 kg. Auch hier befinden sich im Inneren der Geräte Molekularsiebsäulen, die die Raumluft absorbieren und in Stickstoff und Sauerstoff trennen. Die Abgabe des Sauerstoffs erfolgt, bis auf wenige Ausnahmen, im Demandmodus. Ein Test zur Demandfähigkeit, um zu überprüfen, ob der Erkrankte ausreichend in Ruhe sowie Belastung mit Sauerstoff versorgt ist, ist unbedingt notwendig. Die Geräte können durch den 12-Volt-Anschluss im Auto verwendet werden. Auch auf Flugreisen können mobile Sauerstoffkonzentratoren eingesetzt werden. Allerdings ist hier zu beachten, dass ein Akku nur eine beschränkte Reichweite hat.

    Mobile Sauerstoffkonzentratoren sind leicht und kompakt. Sie sind akkubetrieben und ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben bei gleichzeitiger Fortsetzung der Sauerstofftherapie.

    Flüssigsauerstoff als mobile und stationäre Sauerstoffquelle.

    Flüssigsauerstoff ist die flüssige Form von Sauerstoff. Das Element Sauerstoff ist in der Sauerstofftherapie flüssig und mit 99,9990 % in seiner reinsten Form.

    Wie kommt es zu der Zustandsform flüssig? Durch die im Jahr 1895 entwickelte technische Methode zur Gastrennung wird in sogenannten Luftzerlegungsanlagen aus dem Gasgemisch unter anderem flüssiger Sauerstoff gewonnen. Die einzelnen Bestandteile der Luft: Stickstoff 78 %, Sauerstoff 21 %, Argon 0,9 % und weitere Edelgase werden im Destillationsprozess durch einzelne Siedepunkte voneinander getrennt. Flüssigsauerstoff wird bei -183 °C in großen isolierten Behältern gelagert.

    Die Behälter für den stationären, häuslichen Bereich gibt es in unterschiedlichen Größen von 32–45 Litern. Dabei entspricht 1 Liter flüssiger Sauerstoff ca. 850 Liter gasförmigem Sauerstoff. Für die Mobilität wird zusätzlich ein Tragegerät zur Verfügung gestellt. Auch hier unterscheidet man Tragegeräte im Dauerflow, mit einer Betriebsdauer bis zu 6:30 Stunden bei 2 Litern. Tragegeräte im Demandmodus (intermittierende Sauerstoffabgabe) gewährleisten eine Betriebsdauer bis zu 34 Stunden bei 2 Litern. Ein Test zur Demandfähigkeit ist unbedingt notwendig.

    Die Tragegeräte lassen sich mit ihrem geringen Gewicht, je nach Gerätemodell 1,2 kg bis zu 2 kg, mühelos von Patientinnen und Patienten wieder auffüllen. Der stationäre Flüssigsauerstoffbehälter wird in einem regelmäßigen Turnus von unseren Sauerstofffahrern wieder aufgefüllt.

    Sauerstoff in Druckgasflaschen.

    2-Liter-Sauerstoff-Druckgasflaschen für die Mobilität haben einen Druck von 200 bar und sind mit komprimiertem Sauerstoff gefüllt. Im Vergleich zu Flüssigsauerstoff und mobilen Konzentratoren haben sie eine begrenzte Sauerstoffmenge. Sie besitzen mit 3,55 kg (Stahlflasche) und 3,15 kg (Aluflasche) ein recht hohes Gewicht. Oftmals ist der Transport dieser Flaschen im Alltag mit Tragetasche und Caddy zum Hinterherziehen für Patientinnen und Patienten nicht einfach zu bewältigen. Diese Versorgung eignet sich für Erkrankte, die wenig bis kaum mobil sind.

    Neben 2-Liter-Druckgasflaschen werden auch 10-Liter- Druckgasflaschen für die stationäre Versorgung in Kombination mit einem High-Flow-Druckminderer bis 25 Liter bei Patientinnen und Patienten mit Clusterkopfschmerz eingesetzt.

    Die Wahl eines Sauerstoffgeräts hängt von einer Vielzahl von Untersuchungsparametern ab.

    Eine Ärztin oder ein Arzt wählt und verordnet unter Berücksichtigung der Diagnose, der Blutgasanalyse und Sauerstoffflussrate (Flow) Liter/Minute und des allgemeinen Zustandes und Mobilität die geeignete Sauerstoffform.

    Löwenstein beliefert Erkrankte in jeder Lebenssituation.

    Der Hauptstandort für den Geschäftsbereich Sauerstoff ist Neuhäusel mit insgesamt knapp 70 Mitarbeitenden, bestehend aus der Auftragsabwicklung, die eng mit den Krankenkassen und Verordnern zusammenarbeitet, und der Disposition, die die bundesweiten Touren für die Sauerstofffahrer koordiniert und Termine zur Lieferung vereinbart.

    Ein dichtes Versorgungsnetz mit bundesweit 23 Sauerstofftanks, die ein Fassungsvolumen von bis zu 50.000 Litern Flüssigsauerstoff enthalten, garantiert Patientinnen und Patienten eine reibungslose Versorgung mit Sauerstoff durch ca. 200 Sauerstofffahrer.

    Diese sind bundesweit von Montag bis Freitag von morgens bis abends im Einsatz und versorgen täglich rund 2.500 Patientinnen und Patienten mit Sauerstoff. Ob zu Hause, im Urlaub, in der Kurzzeitpflege oder Rehabilitationsklinik.

    Auch an Feiertagen und bei schlechten Wetterverhältnissen sind Löwenstein Fahrer für die Betroffenen on Tour. Und sollte eine spontane Entlassung anstehen, liefert Löwenstein innerhalb von 24 Stunden den lebensnotwendigen Sauerstoff an einen gewünschten Ort. Eine jahrelange Expertise ermöglicht Patientinnen und Patienten in jeder Lebenssituation auf die richtige Versorgung zuzugreifen – von der stationären bis zur mobilen Sauerstoffquelle.

    1 Der 6-Minuten-Gehtest, kurz 6MGT, ist ein klinischer Funktionstest aus dem Bereich der Inneren Medizin, welcher der Abschätzung und Kontrolle der kardiovaskulären und pulmonalen Leistungsfähigkeit unterhalb der anaeroben Schwelle dient, www.flexikon. doccheck.com/de/6-Minuten-Gehtest, abgerufen am 29.02.2024.
    2 Quelle: Magnussen H., Kirsten A.M., Köhler D. et al. [Guidelines for long-term oxygen therapy. German Society for Pneumology and Respiratory Medicine]. In: register. awmf.org/assets/guidelines/020-002l_S2k_Langzeit_Sauerstofftherapie_2020-08.pdf, abgerufen am 28.02.2024.

    Zuverlässige bundesweite Versorgung mit Sauerstoff.

    Aus einer Hand.

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